Schlechte Noten



Konventonelle Schultoiletten, z.B. Indonesien, Kambodscha, Indien

Schlechte Noten für Sanitäre Grundversorgung

Saubere und sichere Toiletten mit umweltfreundlicher Abwasserbehandlung, also sanitäre Grundversorgung, sind für uns in Deutschland selbstverständlich. Nicht so in den Entwicklungsländern. Dort stellt besonders für Kinder die Benutzung von Toiletten oder die öffentliche Verrichtung ihrer Notdurft eine erhebliche Gefahr dar. In unzähligen Schulen Asiens und Afrikas herrschen Zustände, die für uns unvorstellbar sind.

Schule, die krank macht

Infektionsrisiko: Unhygienische "Toilettenanlagen" sind Brutplatz und Übertragungsort für zahlreiche Krankheitserreger. Laut UNICEF sind hunderte Millionen Schulkinder von Würmern und Parasiten infiziert. 5000 Kinder sterben täglich an Diarrhoe, mit verursacht durch mangelhafte sanitäre Einrichtungen.

Durch den Zugang zu hygienischen Toiletten kann diese Sterberate um mehr als 30% reduziert werden.

Keine Privatsphäre und Übergriffe: Wo Türen nicht mehr zu verschließen sind, kommt es nicht selten zu Belästigungen und Übergriffen an Jungen und Mädchen. Schulabrecherinnen berichten, so UNICEF, von ihrer Angst vor z.T. wiederholter sexualler Gewalt in und in der Nähe unsicherer Schultoiletten.

Erhebliche Fehlzeiten: In Indien erklärten fast 20% der weiblichen Schulabbrecher, dass sie während ihrer Periode nicht zur Schule gingen, weil sie die völlig verdreckten Toiletten ohne Tür nicht benutzen wollten.

Unwürdige Lebensumwelt: Wo Toiletten nicht oder nur unzureichend vorhanden sind, stinken Straßen und dunkle Ecken penetrant.

Umweltbelastung: Die Abwässer der Schulen werden ungereinigt in die direkte Umgebung abgeleitet. Neben dem Schaden für die Umwelt steigt hierdurch zudem das Gesundheitsrisiko aller Anwohner. Denn nicht selten waschen sich die Anwohner eines Dorfes oder einer Kommune in dem selben Gewässer und beziehen von ihr Trinkwasser, in das ebenfalls die Abwasser eingeleitet werden.

Es gibt Lösungen.