BORDA hilft!

 

BORDA hilft! Die Anfänge

Ende 2004 traf der durch ein Seebeben ausgelöste Tsunami mit voller Wucht die Küsten Sumatras und riss zehntausende Menschen in den Tod. Die Überlebenden sahen sich mit schier unlösbaren Aufgaben im Zusammenhang mit zerstörten Häusern und Wohnungen konfrontiert. Der Großteil der zugehörigen Infrastruktur war ebenfalls entweder vollständig oder zumindest teilweise zerstört. Trotz erheblicher Anstrengungen durch lokale und internationale Hilfe und Helfer sowie durch Eigeninitiative der Bevölkerung bestand auch zwei Jahre nach der Katastrophe noch ein erheblicher Handlungsbedarf in fast allen Bereichen.

Da BORDA seit vielen Jahren erfolgreich die Errichtung und Verbreitung von dezentralen Abwasserbehandlungsanlagen und kommunaler Sanitärstrukturen in verschiedenen Teilen Indonesiens vorantreiben konnte, wurde auch für die Tsunamigebiete eine Anwendung der dafür möglichen verschiedenen Systeme als sehr sinnvoll erachtet. Hier bestand nicht nur die einmalige Möglichkeit, den Wiederaufbau mit dem entsprechenden  Nachhaltigkeitsfaktor zu kombinieren, sondern auch Alternativen zu den überwiegend auf Versickerungsgruben mit direktem Grundwasserkontakt bestehenden Lösungsansätzen der Abwasserentsorgung anzubieten.

In einer von BORDA gemeinsam mit dem Land und der Freien Hansestadt Bremen durchgeführten „Aktion Bremen hilft“ wurden in den Tsunamigebieten bis Oktober 2006 bereits mehrere Anlagen erfolgreich implementiert, baulich umgesetzt und in Betrieb genommen.
Direkte Zielgruppen sind Anwohner in vom Tsunami betroffenen Siedlungsgebieten im Nordwesten Sumatras, speziell in den  Provinzen Aceh Besar, Aceh Pidie und Aceh Utara, sowie Nutzer solcher öffentlicher Institutionen (u.a. Schulen, Krankenhäuser etc. ), die über keine adäquaten sanitären Einrichtungen verfügen.

Im Rahmen dieser Aktion konnte ein enormer Bedarf an weiteren Anlagen festgestellt werden.